Empfehlung der EU für betriebliche Compliance-Programme

23. September 2021: Im Amtsblatt der EU wurde heute die Empfehlung (EU) 2021/1700 der Kommission zu internen Compliance-Programmen für die Kontrolle von Forschung im Zusammenhang mit Gütern mit doppeltem Verwendungszweck gemäß der Verordnung (EU) 2021/821 des Europäischen Parlaments und des Rates über eine Unionsregelung für die Kontrolle der Ausfuhr, der Vermittlung, der technischen Unterstützung, der Durchfuhr und der Verbringung betreffend Güter mit doppeltem Verwendungszweck veröffentlicht. Unternehmen, die in dieser Richtung aktiv werden möchten erhalten mit dieser Empfehlung eine gute Wegweisung.

Merkblatt zu ATLAS-Release 10.0 / AES-Release 3.0

21. September 2021: Die deutsche Zollverwaltung hat heute ein Merkblatt für die Teilnehmer zum ATLAS-Release 10.0/AES-Release 3.0 und eine Aufstellung der wesentlichen Änderungen veröffentlicht. Die Einführung von ATLAS 10.0 und AES 3.0 wird zum 1. Januar 2022 möglich werden.

Handbuch Ausfuhrgenehmigungen und Codierungen aktualisiert

10. September 2021: Die deutsche Zollverwaltung hat heute das Handbuch Ausfuhrgenehmigungen, Genehmigungscodierungen, elektronische Abschreibung in einer überarbeiteten Fassung ins Internet gestellt. Das Handbuch informiert über die Online-Anmeldung und Online-Abschreibung von genehmigungspflichtigen Ausfuhren und gibt einen Überblick über die außenwirtschaftsrechtlich relevanten Genehmigungscodierungen im Ausfuhrbereich. Darüber hinaus wird erläutert, wie Erklärungen zu codieren sind, wenn die zur Ausfuhr angemeldeten Güter ohne Ausfuhrgenehmigung exportiert werden und welche Rechtswirkung die Angabe von Codierungen in einer Ausfuhranmeldung nach sich zieht.

Codierungen für Ausfuhrgenehmigungen in ATLAS ändern sich

9. September 2021: Die deutsche Zollverwaltung informiert heute mit der ATLAS-Teilnehmerinfo 0218/21 darüber, dass sich im Zuge der Neufassung der Dual-use-Verordnung (VO (EU) 2021/821) auch die bisher verwendeten Codierungen X002 (Anmeldung von Ausfuhrgenehmigungen plus Qualifikator) ändern. Bis zur Umsetzung in ATLAS-Ausfuhr sind die bisherigen Codierungen weiter zu verwenden.

Neue Dual-use-Verordnung der EU tritt heute in Kraft

9. September 2021: Heute tritt die neue Dual-use-Verordnung der Europäischen Union in Kraft (VO (EU) 2021/821). Termingerecht informiert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in einem heute erschienenen Newsletter über die wesentlichen Änderungen. Zeitgleich wurden mit der Ersten Verordnung zur Änderung des Außenwirtschaftsgesetzes und der Außenwirtschaftsverordnung (1. AWG/AWV-Änderungsverordnung) auch die notwendigen Anpassungen auf nationaler Ebene vorgenommen. Zusätzlich wurde mit der Aufnahme der neuen Position 9A904 in den Teil I Abschnitt B der Ausfuhrliste (AL) eine Genehmigungspflicht auf nationaler Ebene für die Ausfuhr von Antennen eingeführt, die für die Verwendung im Zusammenhang mit Raumfahrzeugen konstruiert sind. Das BAFA hat mit einigen weiteren Veröffentlichungen auch den Bereich der Allgemeinen Genehmigungen (EU- und nationale Ebene) der neuen Rechtslage angepasst. Zu erwähnen sind außerdem zwei Merkblätter des BAFA, in denen die neue Rechtslage recht übersichtlich dargestellt wird.

Alternative Ursprungsregeln für das Regionale Übereinkommen

30. August 2021: Die EU-Kommission ist mit ihren Bemühungen an der Blockadehaltung einiger weniger Vertragsstaaten gescheitert, vereinfachte Ursprungsregeln zur einheitlichen Anwendung im Bereich des Regionalen Übereinkommens (Paneuropa-Mittelmeerraum) durchzusetzen (Textvorschlag der EU-Kommission vom 19. November 2019). Um den unterstützungswilligen Vertragsstaaten die Nutzung moderner und einfach anzuwendender Ursprungsregeln dennoch zu ermöglichen, sollen jetzt die Ursprungsprotokolle der jeweiligen bilateralen Freihandelsabkommen durch ein alternativ anwendbares Regelwerk ergänzt werden. Diese als „Übergangsregeln“ bezeichneten Bestimmungen können bis auf Weiteres optional zu den bestehenden Ursprungsregeln des Regionalen Übereinkommens angewendet werden.

 

Für Jordanien wurden diese „Übergangsregeln“, deren Anwendung ab 1. September 2021 möglich ist, bereits im Amtsblatt der EU Nr. L 164 vom 10. Mai 2021 veröffentlicht. Aktuell können diese alternativen Regelungen ab 1. September 2021 auch für die Warenverkehre mit der Schweiz, den Färöer und Albanien genutzt werden. Welche weiteren Vertragsstaaten die Anwendung der „Übergangsregelungen“ ab welchem Datum akzeptieren, wird kurzfristig im EU-Amtsblatt bekanntgegeben werden.

 

Die Nutzung der „Übergangsregelungen“ führt unter anderem auch in Bezug auf die Abgabe von Lieferantenerklärungen zu erheblichen Konsequenzen, die die deutsche Zollverwaltung heute sehr gut in einem Fachbeitrag darstellt. Die EU-Kommission informiert ausführlich im Internet über die Paneuropa-Mittelmeer-Kumulierung und das PEM-Übereinkommen.

Briten erkennen CE-Kennzeichnung ein Jahr länger an

25. August 2021: Einer Pressemitteilung der britischen Regierung ist heute zu entnehmen, dass die CE-Kennzeichnung bis 1. Januar 2023 weiterhin für den britischen Markt anerkannt wird. Erst ab 1. Januar 2023 soll danach die neue UKCA-Kennzeichnung verpflichtend werden. Das UKCA-Label wurde zum 1. Januar 2021 eingeführt und kann seitdem freiwillig verwendet werden. Ursprünglich war vorgesehen, die CE-Kennzeichnung nur noch bis 1. Januar 2022 anzuerkennen. Mit der Verlängerung der Übergangsfrist sollen die Unternehmen mehr Zeit bekommen, um sich auf die neuen Vorschriften einzustellen. Die Übergangsfrist gilt für alle Waren, bei denen die britischen und EU-Vorschriften identisch sind. Konformitätserklärungen, die von Benannten Stellen mit Sitz in der EU ausgestellt wurden, behalten während dieser Zeit ebenfalls ihre Gültigkeit. Die Informationsseite der britischen Regierung zur Platzierung von EU-Produkten auf dem britischen Markt wurde angepasst.

Deutsche Exporte legen zu  -  vor-Corona-Neveau wieder erreicht

9. August 2021: Das Statistische Bundesamt hat heute in einer Pressemitteilung die vorläufigen Zahlen für den deutschen Außenhandel im Juni 2021 veröffentlicht. Danach lagen die Exporte mit 118,7 Milliarden EUR um 23,6 % über denen des Vorjahresmonats. Noch deutlicher fiel das Ergebnis bei den Importen aus, die mit 102,4 Milliarden EUR um 27,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat zulegten. Kalender- und saisonbereinigt liegen die Importe mit einem Plus von 10,0 % und die Exporte mit 1,1 % erstmals wieder über dem vor-Corona-Niveau (Februar 2020). Gegenüber Juni 2020 nahmen die deutschen Lieferungen an andere EU-Partner 26,1 % und die Importe um 22,1 % zu.

UK-Regierung aktualisiert "Boder Operating Model"

20. Juli 2021: Die britische Regierung hat einige Aktualisierungen am „Border Operating Model“ vorgenommen, einem umfassenden Leitfaden für den Import von Gütern aus der Europäischen Union. Die jetzt vorgenommenen Änderungen betreffen in erster Linie Details zum Import bestimmter Warengruppen und die dabei zu beachtenden neuen Fristen, die im März dieses Jahres bekannt gegeben worden waren. An welchen Stellen Änderungen eingearbeitet wurden, lässt sich auf einfache Weise im Inhaltsverzeichnis ablesen.

Spectaris-Merkblatt zu U.S.-Sanktionen gegen Hoshine Silicon Ind. Co.

19. Juli 2021: Spectaris, der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik, hat heute ein sehr gut recherchiertes Merkblatt veröffentlicht, das sich mit den Konsequenzen des U.S.-Einfuhrverbots für Produkten der chinesischen Firma Hoshine Silicon Industry Co. Ltd. beschäftigt (siehe auch „Aktuelles“ vom 24. Juni 2021 und vom 13. Juli 2021). Das Merkblatt geht insbesondere auch auf die Auswirkungen der U.S.-Sanktionen auf deutsche Unternehmen ein, die für die Herstellung ihrer Produkte Hoshine-Erzeugnisse einsetzen.

Anhänge zum Abkommen EU-Mercosur veröffentlicht

15. Juli 2021: Die EU-Kommission hat heute mehrere Anhänge zum Handelsabkommen EU-Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) veröffentlicht. Diese umfassen u. a. die Listen der Zollkürzungen, die Kriterien für den Zugang zu öffentlichen Aufträgen und dem Marktzugang im Dienstleistungsbereich. Weitere Informationen zum Mercosur-Handelsabkommen sind auf der Internetseite der EU-Kommission zu finden.

Ghana wendet Interims-WPA mit der EU seit 1. Juli 2021 an 

15. Juli 2021: Wie Germany Trade & Invest heute in einer Mitteilung berichtet, hat Ghana zum 1. Juli 2021 damit bekommen, den Zugang zu seinem Markt für 80 Prozent des Gesamtvolumens der EU-Güter zu liberalisieren. Umgekehrt kamen ghanaische Ursprungserzeugnisse im Rahmen des Interims-Wirtschaftspartnerschaftsabkommens mit der EU bereits seit Dezember 2016 in den Genuss eine zollreduzierten bzw. zollfreien Marktzugangs in der EU.

U.S.A. aktualisieren Hinweise zu Lieferketten in der Provinz Xinjiang

13. Juli 2021: Das U.S. Department of State hat heute in einer Presseerklärung eine Aktualisierung der Hinweise für Unternehmen in Bezug auf ihre Lieferketten in der chinesischen Provinz Xinjiang (Xinjiang Supply Chain Business Advisory) veröffentlicht. Die Aktualisierung erfolgt im Zusammenhang mit der am 24. Juni 2021 verfügten "Withhold Release Order" gegen Produkte der chinesischen Firma Hoshine und deren Tochtergesellschaften (siehe "Aktuelles" vom 24. Juni 2021)

EU verlängert Russland-Sanktionen (Ukraine) um sechs Monate

13. Juli 2021: Der Rat der EU hat heute mit der Veröffentlichung des Beschlusses (GASP) 2021/1144 die restriktive Maßnahmen der EU um weiter sechs Monate verlängert, die sich gegen Handlungen der Russischen Föderation richten, die die Lage in der Ukraine destabilisieren. Damit gelten die Regelungen des Beschlusses 2014/512 (GASP) bis zum 31. Januar 2022 weiter. 

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