Die in Brüssel beheimatete World Customs Organization (WCO) ist 1994 aus dem am 26. Januar 1953 gegründeten "Brüsseler Zollrat" - "Customs Co-operation Council" hervorgegangen. Im Auftrag iher derzeit 179 Mitgliedstaaten verfolgt sie das Ziel, die Zollformalitäten im Rahmen des internationalen Handels zu vereinfachen, gemeinsame Standards zu etablieren und so die Abwicklung grenzüberschreitender Handelsgeschäfts zu vereinfachen. Seit den Terroranschlägen vom 9. September 2001 widmet sich die Weltzollorganiation verstärkt dem Thema "Sicherheit der Internationalen Lieferkette".  

 

Im Verantwortungsbereich der WCO liegen drei für den internationalen Handel wichtige Konventionen:

  • The International Convention on the Harmonized Commodity Description and Coding System
    Das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codierung von Waren (HS) ist heute in praktisch allen Ländern die anerkannte Grundlage für die Erhebung nationaler Warenstatistiken und die Anwendung von Zolltarifen. Das HS stellt eine aus sechs Ziffern bestehende Systematik dar, in die sich jede Ware nach festen Regeln einreihen lässt. Die einzelnen Codenummern der Kombinierten Nomenklatur der EU und des europäischen Zolltarifs setzen sich aus den sechs Ziffern des HS sowie einer weiterreichenden, nach den Erfordernissen der EU vorgenommenen Unterteilung zusammen.
  • The International Convention on the Simplification and Harmonization of Customs procedures (revised Kyoto Convention or RKC)
    Durch die überarbeitete Kyoto-Konvention werden für Zollabfertigungen einige wichtige Grundprinzipien aufgestellt. Dazu gehören die Transparenz und Berechenbarkeit von Zollkontrollen, die Vereinheitlichung und Vereinfachung von Zollanmeldungen und Belege, die Umsetzung vereinfachte Verfahren für autorisierte Personen, eine optimale Nutzung der Informationstechnologie, die Definition der mindestens für eine Wirksamkeit der Bestimmungen erforderlichen Zollkontrollen, die Einführung und Nutzung von Risiko Management Systemen, die Auditierung von Zollkontrollen sowie dieErmöglichung von zwischen der Grenzbehörden koordiniert vorzunehmenden Interventionen.
  • A.T.A. Convention and the Convention on Temporary Admission (Istanbul Convention)
    Sowohl das A.T.A.-Übereinkommen, als auch die Istanbul-Konvention stellen Instrumente der WCO dar, durch die in bestimmten Fällen die vorübergehende Einfuhr udn Verwendung von waren abgabenfrei ermöglicht wird. von Waren. Waren, die als Muster oder Messe- und Ausstellunggut, als Berufsausrüstung, Sportgeräte oder Kunstwerke anzusehen sind, werden dabei nur von einem einzigen Dokument, dem Carnet A.T.A., begleitet. Carnets A.T.A. werden in den meisten Ländern durch die IHK-Organisation ausgestellt und durch ein internationales Garantie-System unter dem Dach der Internationalen Handelskammer in Paris gesichert und abgedeckt.

Hinzu kommen zwei wichtige Initiativen:

  • The Arusha Declaration on Customs Integrity
    Diese Deklaration, die keine wirkliche Bindungswirkung entfaltet, wurde 1993 verabschiedet und 2003 überarbeitet. Mit der Deklaration von Arusha hat die WCO eine Reihe von Prinzipien aufgestellt, durch die die Integrität der Zollbehörden bei gleichzeitiger Bekämpfung von Korruption unterstützt werden soll.
  • The SAFE Framework of Standards to Secure and Facilitate Global Trade
    Das 2005 unter dem Dach der WCO verabschiedete SAFE Framework soll als Instrument ohne bindende Wirkung zur Sicherheit der internationalen Lieferkette beitragen. Beschrieben werden auch Standards und Prozesse, die den grenzüberschreitenden Handel erleichtern, die Einrichtung eines integrierten Management-Systems der Lieferkette unter Einbeziehung aller Verkehrsträger ermöglichen und der Vernetzung der Zollverwaltungen dienen. Die Zollbehörden verbessern dadurch ihre Fähigkeit, Hochrisiko-Sendungen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig eröffnen sich durch das Authorized Economic Operator (AEO)-Konzept Möglichkeiten einer erweiterten Zusammenarbeit zwischen Zoll und Wirtschaft mit dem gemeinsamen Ziel einer reibungslosen Beförderung der Waren durch sichere internationalen Lieferketten.

 

Der WCO gehören nahezu alle nationalen Zollverwaltungen weltweit an. Neben dem primären Streben nach einer Harmonisierung des internationalen Handels hat es sich die WCO zum Ziel gesetzt, grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen.

 

Als internationale Organisation arbeitet die Weltzollorganisation eng mit der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und Interpol zusammen.





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