Nah- und Mittelost - Übermorgenländer auf der Überholspur

Die Nah- und Mittelostregion hat sich erstaunlich schnell von der globalen Finanzkrise erholt. Für Negativ-Schlagzeilen hatte insbesondere das Emirat Dubai gesorgt, das durch seine riesigen Projekte im Immobilienbereich in gravierende Schieflage geraten war und nur durch massive finanzielle Unterstützung aus Abu Dhabi vor größeren Schäden bewahrt werden konnte. Seit einiger Zeit hat sich der relativ niedrige Ölpreis negativ in Bezug auf die wirtschaftlichen Wachstumsraten am Golf bemerkbar gemacht. Lag das Barrel im Juli 2017 noch bei rund 52 USD, so sind im Juli 2018 für die gleiche Menge annähernd deutlich über 75 USD fällig. Für die Vereinigten Arabischen Emirate rechnet der IWF beispielsweise nach einem fast Nullwachstum in 2017 für 2018 mit einem BIP-Anstieg von rund 2 %.  

 

Die Länder der Nah- und Mittelostregion, insbesondere die reichen Golfstaaten und Iran, sind traditionell wichtige Absatzmärkte für deutsche Produkte. Längst ist die Zeit vorbei, in der die Ölmilliarden überwiegend im Ausland investiert wurden. Inzwischen bereiten sich die Übermorgenländer durch den Ausbau der eigenen Infrastruktur intensiv auf die Zeit nach dem Öl vor. Viele Großprojekte tragen dabei auch der demografischen Entwicklung Rechnung - das Bevölkerungswachstum liegt in der Region im Mittel bei etwa 2,5%. Ganze Industriestädte entstehen am Reißbrett, mehrere große Eisenbahnprojekte, zum Beispiel in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, befinden sich in der Planungs- oder Vergabephase und zweistellige Milliardenbeträge sind für den Ausbau des Bildungs- und Gesundheitssektors vorgesehen. Auch Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Zwar stehen eine angemessene Abwasserbehandlung, moderne Systeme zur Müllentsorgung und zum Recycling und auch ein in der Bevölkerung verankertes Bewustsein für einen maßvollen Umgang mit Energie bzw. die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien noch am Anfang - perspektivisch dürften diese Bereiche jedoch immenses Potenzial haben. In den nächsten 10 Jahren rechnen Experten zudem mit etwa 200 neuen Hotelprojekten rund um den Arabischen Golf - zum Teil handelt es sich dabei um den Ersatz inzwischen in die Jahre gekommener Häuser.

 

Meine favorisierten Links:

Institutionen

Organization of Petroleum Exporting Countries - OPEC

League of Arab States (Liga der Arabischen Staaten)
Arab Fund for Economic and Social Development - AFESD
Gulf Cooperation Council  GCC

 

Medien

Aljazeera

AME Info
Gulf News
Trade Arabia
Zawya

Nordafrika-Mittelostinitiative der deutschen Wirtschaft - NMI

Die Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft - NMI - wurde im März 1996 gegründet. Die Initiative wird von fünf Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft getragen; die Koordinierung liegt bei BDI:

 

-  Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. - BDI
-  Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. - DIHK
-  Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. - BGA
-  Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V. - AV)
-  Bundesverband deutscher Banken e.V. - Bankenverband

 

Die Initiative versteht sich als Sachverwalter der Interessen der deutschen Wirtschaft in einem Wirkungsgebiet, das von Nordafrika bis Pakistan einschließlich der Golfstaaten reicht. Insgesamt betreut die NMI 22 Länder. Durch die Arbeit in 9 Ländergremien erleichtert die NMI die bilaterale Kooperation und den Zugang zu den Ländern der Region. Der Bundesverband der Deutschen Industrie koordiniert die Aufgaben der NMI. Die Initiative bündelt die branchenübergreifenden Interessen deutscher Unternehmen in den MENA-Ländern. Die Arbeit zielt auf die Mobilisierung zusätzlicher Potenziale in dieser strategisch wichtigen und Deutschland nahestehenden Region.

Die NMI ist mit ihrem breiten Netzwerk und ihrer länderspezifischen Expertise ein zentraler Ansprechpartner für die politischen Entscheidungsträger in Deutschland und in den Partnerstaaten bei wirtschaftspolitischen und außenwirtschaftlichen Fragestellungen.

Nah- und MittelOst-Verein e. V. - NuMOV

Der Nah- und Mittelost-Verein e. V. - NUMOV - ist Deutschlands älteste Fachorganisation für die Region des Nahen und Mittleren Ostens. 1934 in Berlin gegründet hat der später lange Zeit in Hamburg beheimatete Verein viele Mitgliedsfirmen beim Auf- und Ausbau von Geschäftskontakten in Ländern der Region des nahen und mittleren aktiv Ostens unterstützt. Seit 2007 hat der NUMOV sein Domizil wieder in Berlin und bietet nun aus der deutschen Hauptstadt neben Informationen aus erster Hand auch exzellente Möglichkeiten für Geschäftsanbahnungen und Networking.

 

Auf Initiative des NUMOV wurde 1960 in Hamburg die Deutsche Orient-Stiftung - DOS - gegründet unter deren Dach kurz darauf das Deutsche Orient-Institut - DOI - entstand. Das DOI dient satzungsgemäß der „Förderung und Pflege der Beziehunge zwischen den Ländern des Orients und Deutschland auf allen Gebieten der Kultur, insbesondere der Kunst, Wissenschaft und Gegenwartsgeschichte“. Zu diesem Zweck entstand eine unersetzliche Sammlung von Zeitschriften und Zeitungen sowie eine Bibliothek von 33.000 Bänden. Die Sammlung wurde seit den 1960er Jahren regelmäßig durch den Bezug von etwa 50 Tages- und Wochenzeitungen sowie von Pressediensten aktualisiert, darunter die Hälfte in Sprachen der Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Das DOI bietet auf seiner website verschiedene Publikationen zur Region Nah- und Mittelost an.  

Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e. V. - DFAG

Die Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e. V. (DAFG) ist im Juli 2007 als gemeinnütziger Verein in Berlin gegründet worden. Ziel des Vereins ist es, auf freundschaftlicher Basis Verständnis, Vertrauen und Kooperation zwischen Deutschland und der arabischen Welt zu entwickeln. Dabei setzt sie auf gegenseitigen Respekt und beidseitiges Engagement. Die DAFG e.V. ist offen für alle, die sich einer friedlichen Entwicklung der deutsch-arabischen Beziehungen verpflichtet fühlen. Die Gesellschaft arbeitet transparent nach innen und außen und eröffnet ihren Mitgliedern und Partnern aktive Mitwirkungsmöglichkeiten. Die DAFG e.V. kooperiert eng mit den Botschaften der arabischen Länder in Deutschland und mit allen deutschen und arabischen Parteien und Institutionen. Sie tritt selbst nicht als politischer Akteur oder Partei in politischen Konflikten auf.

Deutsch-Arabische Gesellschaft e. V. - DAG

Ziel der Deutsch-Arabischen Gesellschaft - DAG - ist der kontinuierliche Ausbau der deutsch-arabischen Freundschaft. Sie ist die deutsche Vereinigung, die sich um die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Arabischen Welt bemüht und sich zugleich der Intensivierung des kulturellen Austausches widmet.

 

Die Deutsch-Arabische Gesellschaft wurde 1966 gegründet und ist von den Finanzbehörden als gemeinnütziger Verein anerkannt. Mitglied in der Gesellschaft kann jeder werden, dem an einer nachhaltigen Verbesserung der Beziehungen zwischen Europa und den arabischen Ländern gelegen ist. Die Gesellschaft ist offen für Privatleute und Firmenmitglieder. Die arabischen Länder sind durch ihre Botschafter im DAG-Beirat vertreten. Dem Präsidium gehören Vertreter politischer Parteien sowie der Wirtschaft und der Wissenschaft an.

 

Die zentralen Anliegen der Deutsch-Arabischen Gesellschaft sind:

  • humanitäre Hilfe in Notsituationen

  • die Intensivierung der kulturellen, wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen

  • der Ausbau der deutsch-arabischen Freundschaft

Die Deutsch-Arabische Gesellschaft informiert die Öffentlichkeit durch Ausstellungen, Publikationen, Seminare und Vorträge über Geschichte, Kultur, Wirtschaft und aktuelle politische Entwicklungen der arabischen Länder.

  • Sie initiiert Wirtschafts- und Studienreisen in die arabischen Länder

  • Sie fördert den arabischen Sprachunterricht in der Bundesrepublik Deutschland

  • Sie fördert und informiert über aktuelle Fragen wirtschaftlicher Zusammenarbeit und des deutsch-arabischen Handelsverkehrs

  • Sie setzt sich ein für die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates

Die Gesellschaft unterstützt alle Bestrebungen, die die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Arabern auf politischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Ebene fördern. Durch internationale Begegnungen, hier wie dort, Symposien, Ausstellungen, Vorträge, Delegationsreisen, Besucher- und Reiseaustausch, Informationsschriften, Broschüren und Buchveröffentlichungen, Kultur- und Fest-wochen leistet sie ihren Beitrag dazu. Sie bemüht sich auch im konkreten Einzelfall um Hilfestellung für ihre Mitglieder.

Ghorfa - Arab-German Chamber of Commerce & Industry e. V.

Das arabische Wort "Ghorfa" bedeutet Kammer. Die Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry e. V. ist die offizielle Vertretung aller arabischen Industrie- und Handelskammern in der Bundesrepublik Deutschland. Sie setzt sich seit fast 40 Jahren erfolgreich für die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den arabischen Ländern ein und ist für viele Unternehmen der erste Ansprechpartner für arabisch- deutsche Wirtschaftsfragen. Gegründet auf Initiative arabischer Entscheidungsträger und interessierter deutscher Wirtschaftskreise, erfolgte am 8. Dezember 1976 die Registrierung der Ghorfa beim Amtsgericht in Bonn als gemeinnütziger Verein. Seit dem 1. August 2000 hat die Ghorfa ihren Sitz in Berlin. 

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